Der Weg zum Warum – Die Kunst, den Sinn des Lebens zu finden


 

WARUM arbeitest du… eigentlich?

Einführung

In dem kleinen Örtchen Saara, indem ich zur Grundschule gegangen bin, steht eine Kirche: die Christophoruskirche. Über den Zahlen der Kirchenuhr ist in Großbuchstaben zu lesen:  NUTZE DIE ZEIT.

Als ich 26 Jahre alt war, nahm ich diese Uhr, seit langer Zeit wieder bewusst wahr und dachte über diese drei Worte nach. Was bedeutet das eigentlich: Nutze die Zeit? Für was soll ich die Zeiten denn nutzen? Was ist Zeit überhaupt? Je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass ich Zeit überhaupt nicht verstehen konnte. Auch eine kurze Recherche im Duden half mir nicht wirklich weiter. Ich fand folgende Definition:

Ablauf, Nacheinander, Aufeinanderfolge der Augenblicke, Stunden, Tage, Wochen, Jahre.

Ich soll also die Augenblicke nutzen? Wie nutzt man denn bitte die Augenblicke? Vor allem dann, wenn man sonntags gedanklich schon wieder bei der kommenden Arbeitswoche ist und innerlich flucht, weil die Arbeit einem das Leben versaut…

Diese ganzen Gedanken brachten mich keinen Schritt weiter. Im Gegenteil: Je mehr ich darüber nachdachte, desto schlechter wurde meine Laune. Schließlich verbrachte ich den größten Teil meines Lebens damit auf Arbeit zu fahren und dort 8 1/2 Stunden darauf zu warten, dass ich endlich wieder Feierabend habe. Ich fühlte mich gefangen im Hamsterrad. Und dann sagt diese dämliche Uhr mir, dass ich die Zeit nutzen soll. Bei der klingelt morgen früh um 3:30 Uhr nicht der Wecker, dachte ich für mich…

Im Herbst 2016 bekam ich eine Panikattacke. Diagnose: Burn- Out. Dieses Ereignis veränderte mein Leben komplett. Ich stellte Fragen, auf die ich einfach keine Antwort fand:

Was ist Glück?

Was ist Zufriedenheit?

Was ist Freiheit?

Friedrich Nietzsche soll einmal gesagt haben:

“Wer ein WARUM zum Leben hat, der kann fast jedes WIE ertragen.”

 Ich dachte lange über dieses Zitat nach. Kannte ich mein WARUM? Wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich zu diesem Zeitpunkt keine Ahnung. Die Antwort auf diese Frage, fand ich erst vier Jahre später. Ich war Marketingleiter eines mittelständischen Maschinenbauunternehmens und verantwortlich für den Markenaufbau einer neuen Maschinenmarke. Ein Job der mich extrem begeisterte. Doch auf die Frage: “Warum gibt es dieses Unternehmen?” konnte ich wieder keine zufriedenstellende Antwort finden. Die Ursache dafür war, dass ich an den völlig falschen Stellen suchte.

Im Juni 2020 lernte ich einen Trainer kennen, der mir die “letzten Puzzleteile” zu spielte. Dies wirkte sich so positiv auf mein komplettes Leben aus, dass ich beschloss dieses Buch zu veröffentlichen.


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